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Für ein gutes Zusammen-Leben von Mensch und Natur

Irgendwie ist es schon lustig, dass jetzt eine Saat aufgeht, die wir vor 15 Jahren begonnen haben, zu säen. Damals war ich mit dem leider verstorbenen Harald Hutterer etliche Male im Salzkammergut, um über das Thema „Glück“ zu philosophieren. Auslöser war der Traunsee, den die Römer Lacus Felix, einen glücklichen See eben, genannt haben. Und gerade dort gab es ein paar zarte Pflänzchen, etwa ein alternatives Gesundheitszentrum gleichen Namens.

Gut Ding braucht eben Weile (und offenbar auch Umwege). Am vergangenen Wochenende startete in Bad Aussee ein Prozess, bei dem ich Menschen in der Region Dachstein – Salzkammergut – Totes Gebirge dabei unterstützen darf, einen gemeinsamen Weg in Richtung einer nachhaltigen Zukunft zu gehen.

Es begann am Freitag Abend mit einem öffentlichen Vortrag von Helga Kromp-Kolb, bei dem schon 10 Minuten vor Beginn klar war: der gebuchte Saal wird zu klar für die mehr als 150 Menschen, die gekommen waren. So nahmen alle kurzerhand ihre Stühle in der Hand und übersiedelten in den nächstgrößere Saal.

Zum Workshop am nächsten Tag kamen dann 25 Teilnehmer*innen, die – angeleitet von meinen Kolleg*innen an der Angewandten – ihre Vision für eine nachhaltige Vision in Form von Collagen erarbeiteten, aus denen am Ende Ansichtskarten aus der Zukunft wurden.

Die Ergebnisse arbeiten wir gerade auf. Ich werde weiter darüber berichten. Am Sonntag habe ich dann noch mit meiner Liebsten einen wunderbaren Wintertag am Altausseer See genießen können und den obligaten Schwarzbeertopfenstrudel im Jagdhaus Seewiese.

Und dann fiel mir erst richtig auf, dass ich ja nicht nur seit 25 Jahren im Ausseerland Urlaub mache, sondern auch einen familiären Bezug in die Region habe und zwar ganz im Westen der Dachsteinregion in Annabergund Abtenau (danke für das Familienwiki an meinen Cousin Johannes).

Nicht, dass ich da jemanden kennen würde. Jedenfalls hat mein Großvater Hugo Hinterberger die Familie bis ins Jahr 1604 genau dorthin zurück verfolgt. Der Ortsteil Astein von Annaberg scheint genau an der Grenze des von Diether Ribitsch für den geplanten Biosphärenpark vorgesehenen Gebiets zu liegen. Jetzt frag ich mich grad, ob/wie ich dort Kontakt aufnehmen könnte. Ist nicht wichtig, wär aber nett!

Noch etwas hat sich diese Woche konkretisiert: seit März wirke ich offiziell als Senior Expert für Daniel Dahm’s „united sustainability„. Worum es mir in dem Zusammenhang geht, ist: wie bewerten wir die Nachhaltigkeit von Sachwert-Projekten? Das muss mit strengen Kriterien und auch mit vertretbarem Aufwand machbar sein. Mein Ziel wäre: Indikatoren, mit denen wir messen, müssen sich aus den Zielen der Menschen, die an dem Projekt beteiligt sind (Stakeholder) ableiten – wobei es auch sowas wie Mindestbedingungen braucht, etwa den Carbon Footprint im Sinne einer Klimaneutralität, aber ähnliches auch für die sozialen (Mindest-)Bedingungen.

Am Donnerstag dann die Präsentation der großartigen neuen „Down Syndrom. Na und.„- Kampagne von Down-Syndrom Wien im wunderbar inclusiven Badeschiff.

 
 
 
 
 
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Die Woche endete mit einem ermutigenden Klimastreik.

Es ist einfach schön zu sehen, mit welcher Power die jungen Leute sich das Thema einer besseren Welt zu Herzen nehmen.

(Übrigens waren die 80.000 Teilnehmer*innen auf meinen Social Media-Postings ein Irrtum. Soviele waren beim beim allerersten Klimastreik. Diesmal waren’s „nur“ 25.000. Es hat sich aber trotzdem als sehr viel angefühlt. Und: es sind ja immer die richtigen da…).

Zum Schluss noch zwei Highlights der Woche aus der Welthauptstadt der Musik: Anna Mabos Stück „Am Sand“ und Otto Lechners „Dark Side of the Moon“ – weitgehend solo auf dem  Akkordeon und das 50 Jahre nach dem Erscheinen der epischen LP von Pink Floyd. Hier zum Nachhören!

 

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